BLICK Ausgabe 1/2020

9 TITELTHEMA Spektrum an Möglichkeiten eröffnete, ist heute Standard. Damals wäre mir die Idee, international zu expandieren, als sehr gewagt erschienen. Mittlerweile macht das Europageschäft einen signifikanten Anteil unseres Umsatzes aus.“ Strategisch verfolgt PS Team mit der Umfirmierung das Ziel, Prozesskompetenz und Softwareangebote für den Markt klar erkennbar zu strukturieren und das Europageschäft zu bündeln. Marco Reichwein: „Die Pandemie führt uns deutlich vor Augen, dass wir in einer globalisierten Welt leben. Die gesamte Menschheit ist von Corona betroffen, wenn sich auch der Umgang mit der Krise von Land zu Land unterscheidet. Darunter haben zum Beispiel unsere Geschäftspartner im Benelux-Raum zu leiden: eine Wirtschaftsregion, drei Regierungen, drei unterschiedliche Maßnahmenpakete (Seite 10 und 11). Wir tragen den jeweiligen nationalen Gegebenheiten in unserer Europastrategie Rechnung. Blaupausen für optimale Prozesse sowie SaaS-Lösungen entwickeln wir nach hohen Standards und passen sie inklusive Marktauftritt an die einzelnen Länder an – nach dem Motto ‚think global, act local‘.“ Die Niederlassungen in den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich, Polen und der Slowakei firmieren künftig als Töchter der GmbH. Sie werden einzeln aufgebaut und mit den notwendigen Strukturen sowie Kapazitäten ausgestattet, um im jeweiligen Markt erfolgreich zu sein. Peter Schmehl: „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Niederlassungen in den kommenden Jahren zunehmen wird. In einigen Ländern, wie etwa in Österreich, arbeiten wir sehr erfolgreich mit Lizenzpartnern zusammen. Künftig werden wir jedoch noch stärker auf den Direktvertrieb setzen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir unsere in Jahrzehnten gewachsene Unternehmenskultur nicht ohne Weiteres in kurzer Zeit im Rahmen von Joint Ventures übertragen können. Doch darauf kommt es an: Wir müssen die Messlatte für Servicequalität sehr hoch hängen, da wir für exzellente und umsichtige Dienstleistungen im Markt bekannt sind. Hier können und wollen wir es uns nicht leisten, unseren Ruf zu gefährden.“ Internationale Unternehmen überzeugen Viele PS-Team-Kunden sind in verschiedenen Ländern vertreten. Wenn ein Unternehmen in Deutschland seine Supportprozesse mit PS-Team-Software strafft und optimiert sowie Kosten senkt, liegt es nahe, die Lösungen auch in anderen Ländern einzusetzen. Allerdings sind viel Fingerspitzengefühl und Ausdauer gefragt, um das Management in anderen Landesgesellschaften zu überzeugen. Alexander Rigo, mitverantwortlich für die Geschäftsentwicklung in Europa: „Es dauert eine Weile, bis man die internen Strukturen eines Kundenunternehmens versteht. Hinzu kommt, dass Vertreter von zwei unterschiedlichen Finanzinstituten in Deutschland mitunter eher auf einer Wellenlänge sind als der deutsche und der französische oder spanische Fachkollege in ein und derselben Bank. Das alles müssen wir verstehen und verbindende Ziele entwickeln, auf die sich verschiedene Landesgesellschaften aus Eigeninteresse zubewegen.“ PS Team unterhält enge Kontakte zu internationalen und nationalen Branchenvereinigungen wie der Leaseurope, dem niederländischen Leasingverband für Investitionsgüter und dem französischen Branchenverband ASF. Auf diesem Weg ist es dank des Engagements von Clotilde Marianeschi, International Sales & Marketing, zuletzt gelungen, namhafte französische Banken und Leasinggesellschaften als Produktbeirat für das Asset-Register PS DataCollect zu gewinnen. „Schon heute bilden wir eine schlagkräftige Organisation“, so Clotilde Marianeschi. „Die neue Struktur wird uns helfen, unsere Aufgaben noch klarer zu priorisieren, zuzuordnen und schnell umzusetzen.“ Im Rheingau verwurzelt, in Europa zu Hause: Neben Dienstleistungen für den deutschen Mobilitätsmarkt bietet PS Team schon heute viele SaaS-Produkte an.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjUxODg=