BLICK Ausgabe 2021

17 haben Informationen ausgewählter Daten-Lieferanten hinterlegt, die wir kontinuierlich erweitern und aktualisieren.“ Anwender können sich je nach Geschäftszweck zu jedem Objekt verschiedene Wertverläufe anzeigen lassen: • Der NRV (Net Realisable Value) gibt an, welcher Wert sich im Worst Case – wenn der Kreditnehmer in die Insolvenz geht – realisieren lässt. Einbezogen werden Faktoren, die auf den Preis drücken, wie etwa ein hoher Zeitdruck und die Notwendigkeit, das Asset schnell zu veräußern, sowie hohe Nebenkosten für De- und Remontage, Lagerung, Wiederinbetriebnahme und so weiter. Gegen die Amortisation aus Leasing oder Finanzierung gelegt, zeigt dieser Wertverlauf das NettoRisiko des Engagements. • Der OLV (Orderly Liquidation Value) entspricht dem Händler-Einkaufspreis. Daraus ergibt sich auch die Untergrenze für die Restwertfestlegung bei einem Teilamortisations-Vertrag. • Der FMV (Fair Market Value) gibt den Marktwert eines Assets an, wie er im normalen Kaufgeschehen entsteht. Er wird bei Leasing-Gesellschaften oft als Obergrenze für die Restwertfestlegung bei einem Teilamortisations-Vertrag verwendet. Von der Standardbewertung bis zum individuellen Gutachten Ist mehr Detailtiefe gewünscht, können die Finanzinstitute außerdem Zusatzdaten eingeben, um die Bewertung zu optimieren. So beeinflussen unter anderem Rang des Herstellers im Markt, Baujahr, Zustand, Wartung, Nutzungsintensität und die Region, in der die Maschine genutzt wird, deren Wert. Zudem ist es möglich, eigene Daten-Bestände sowie weitere Daten-Lieferanten zu integrieren. Neben der Bewertung auf Knopfdruck bietet das AssetRegister auch die Option „Desktop-Recherche“ an. Damit beauftragen die Nutzer einen der hinterlegten Dienstleister – allesamt professionelle Be- und Verwerter –, das Asset individuell zu bewerten. Man kann sogar ein Gutachten nach vorheriger Objektbesichtigung/-aufnahme erstellen lassen. „Als Systemanbieter haben wir die Anforderungen an ‚Valuation‘ gemeinsam mit unseren Kunden in Frankreich und Deutschland definiert. Die vom Regulator geforderte Bewertung lässt sich so mit geringem Aufwand in die bestehenden Prozesse integrieren und weitgehend rationalisieren. Vertreter von Finanzinstituten können schnell die Expertise abrufen, die sie benötigen, und gegebenenfalls über das Tool externe Experten zurate ziehen.“ Die Erweiterung des Asset-Registers löst zentrale Herausforderungen der Branche: Banken und Leasinggesellschaften setzen die EBA-Richtlinien um, ohne in margenschwachen Zeiten den Kostenapparat weiter wachsen zu lassen, und sie greifen auf Spezial-Knowhow zu, das in Form von Spezialisten kaum zu haben, geschweige denn in dieser Breite zu finanzieren ist. Indem sie ihr Portfolio engmaschig überwachen, senken sie ihre Ausfallrisiken und müssen daher deutlich weniger Eigenkapital hinterlegen – gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil. LÖSUNGEN Frank Schottenheim, Director Financial Institutions Kontakt: +49 (0)6123 9999-500 f.schottenheim@ps-team.de Mit der Erweiterung des Asset-Registers PS DataCollect setzen Banken und Leasinggesellschaften neue EBA-Richtlinien kosteneffizient um.

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