BLICK Ausgabe 1/2021

5 TITELTHEMA Als die EU-Kommission am 14. Juli dieses Jahres die Vorschläge „Fit for 55“ vorstellte, kristallisierte sich schnell der Dauerbrenner „emissionsfreie Mobilität“ als Thema Nummer eins heraus: Geht es nach der Von- der-Leyen-Kommission, sollen der Schadstoffausstoß von Pkw bis 2030 um 55 Prozent gesenkt und ab 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden. Das ist theoretisch machbar, wenngleich eine „herkulische Herausforderung“, findet Prof. Dr. Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive Management an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach, und zäumt das Pferd von der Infrastrukturseite auf: ohne Ladeinfrastruktur keine Nachfrage nach E-Autos.1 BEM-Vorstand Markus Emmert (siehe Interview Seite 10 und 11) weiß, dass auch umgekehrt ein Schuh draus wird: „Noch lohne es sich für die Wirtschaft nicht, in (Schnell)ladeinfrastrukturen zu investieren, da mangels Nachfrage keine gewinnbringenden Geschäftsmodelle in Sicht seien“. Hinzu komme, dass der gesamte Ablauf inklusive Bezahlung zu kompliziert sei. Wie in vielen weiteren Bereichen sieht er hier die Politik in der Pflicht. In einem Forderungskatalog zur Bundestagswahl 2021 It’s much about data E-Autos auf die Straße bringen Die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist EU-weit als Ziel gesetzt, wie die Kommissionsvorschläge „Fit for 55“ noch einmal deutlich machen. Dazu müssen viel mehr E-Autos auf die Straße. Voraussetzung ist die digitale Vernetzung der Akteure. Als strategischer Partner des BEM (Bundesverband eMobilität) fördert PS Team den Datenaustausch zwischen Flotten, Behörden und weiteren Beteiligten. heißt es: „Ziel der Reformen muss es sein, Laden einfacher, sicherer und zuverlässiger zu gestalten.“2 Komplexität reduzieren – Akzeptanz erhöhen Einfach, sicher, zuverlässig: An diesen Kriterien muss sich die E-Mobilität insgesamt messen lassen, wenn sie an Reichweite zulegen soll, ist der BEM-Vorstand überzeugt. „Wir müssen beim Datenaustausch ansetzen“, sagt Markus Emmert. Im vergangenen Jahrzehnt trieb PS Team wie kein anderes Unternehmen dieses Thema für die gewerbliche Mobilität voran. Frühzeitig dachten wir darüber nach, wie Flotten die emissionsfreien Fahrzeuge effizient nutzen können, und entwickelten einen Service für das aufwendige Antragsverfahren für die Förderprämie. PS-Team-Produkt für Förderprämie Mit dem Produkts EFA übernehmen wir über eine webbasierte Plattform das gesamte Antragsverfahren, damit Unternehmen die Förderprämie für elektrisch betriebene Fahrzeuge sicher in Anspruch nehmen können. Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) stellt eine Reihe von Bedingungen für die Förderung von Elektrofahrzeugen. Für den Antragssteller ist es aufwendig, nachzuweisen, dass er all diese erfüllt. Tanja Ebert, Director Sales & Marketing bei PS Team: „Wir sammeln die Förderanträge, erfassen sie mit den eingereichten Dokumenten und führen eine Plausibilitätskontrolle 1https://www.rnd.de/wissen/neue-eu-klimaziele-die-vorschlaege-im-faktencheck-MRASIP6OWFEHNJEMQFFQTSPNEA.html (abgerufen am 15.07.2021) 2https://www.bem-ev.de/wp/wp-content/uploads/2021/05/BEM_Zur-Bundestagswahl-2021.pdf (abgerufen am 15.07.2021) Der Antrag für die E-Auto-Prämie hat es in sich. Wird er unvollständig eingereicht, können Unternehmen lange auf den Bonus warten. Gut, wenn PS Team sich darum kümmert!

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