BLICK Ausgabe 1/2021

6 TITELTHEMA durch, ob die Unterlagen für die Antragsstellung vollständig sind. Anschließend stellen wir die Anträge im BAFA-System ein.“ So müssen Fuhrparkmitarbeiter nicht länger händisch das Online-Formular ausfüllen und über das Portal der Behörde hochladen. Dass der Antrag vollständig und fehlerfrei eingereicht wird, verkürzt die Bearbeitungszeiten für Unternehmen und erhöht die Bewilligungsquote. Zudem ist ausgeschlossen, dass zu einem Fahrzeug versehentlichmehrere Anträge eingereicht werden. Kunden übermitteln Informationen und Dokumente anwenderfreundlich über eine webbasierte Plattform. Darüber kann das Fuhrparkmanagement den aktuellen Stand des Vorgangs jederzeit nachvollziehen. Tanja Ebert: „Da wir eine digitale Fahrzeugakte mit allen Dokumenten anlegen, behalten Leasing- und Fuhrparkmanagementgesellschaften, Autovermieter und Betreiber von Großflotten den Überblick über ihre E-Auto- Prämien – ohne eigene IT-Aufwendungen.“ Bisher sichern sich Flotten auf diese Weise den Bundesbonus. Wir arbeiten gerade daran, den Service auch auf regionale, weniger bekannte Förderungen auszuweiten, deren Beantragung mitunter noch komplizierter ist. Digitale Fahrzeugakte als Schlüssel Aus Sicht des BEM sind komplizierte und mangelhaft digitalisierte Antragsstrecken bei Förderungen symptomatisch für die deutsche Bürokratie. Der Verband fordert „eine bundesweite Online-Zulassung mit digitaler Fahrzeugakte und digitalen Identitäten“3, wie sie PS Team schon seit Jahren auf der Agenda hat. Mit dem im April 2021 verabschiedeten Registermodernisierungsgesetz treibt der Bund die von der EU geforderte Digitalisierung von Fachverfahren voran. Darin wurde – aus Datenschutzsicht ist dies umstritten – die Steuer-ID bestimmt, um Personen fehlerfrei registerübergreifend zu identifizieren. 3 Ebd. Treibhaus-Emissionen der Europäischen Union im Vergleich 2018 Malta Schweden Kroatien Rumänien Lettland Ungarn Portugal Frankreich Italien Spanien Litauen Slowakei Bulgarien Dänemark EU-27 (2020) Slowenien Griechenland Österreich Zypern Finnland Deutschland Belgien Polen Niederlande Tschechien Irland Estland Luxemburg Pro-Kopf-Emissionen 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent pro Kopf* Quelle: Umweltbundesamt. 4,5 10,4 8,4 17,3

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