17 FOKUS MANUFACTURER den E-Government-Prozess nutzt, dürfen Versäumnisse der Hersteller diesen nicht blockieren. Ein typisches Beispiel für Regulierungen, bei denen keine Freude aufkommt. Hier kommen wir ins Spiel, indem wir für unsere Kunden die digitale Pflichtarbeit übernehmen.“ Es scheitert an Entwicklungsressourcen Ein Teil der Hersteller setzte das Projekt „Lieferung IVICOC-Daten“ pflichtgemäß pünktlich um und liefert die Daten. Anderen Unternehmen ist es bislang nicht gelungen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. „Nicht selten hapert es an Entwicklungsressourcen. Naheliegenderweise sind diese in wettbewerbsrelevanten, effizienzsteigernden Projekten gebunden oder die IT-Fachkräfte haben mit der Pflege der herkömmlichen Systemlandschaft alle Hände voll zu tun“, so Eric Wirtz. Die Herausforderung besteht darin, die Daten aus teilweise unterschiedlichen Anwendungen und Quellen zusammenzutragen, in eine vom KBA vorgegebene Form zu bringen und an das zentrale Register zu übermitteln. Pro Fahrzeug muss ein Datensatz im XML-Format übermittelt werden. Dieser hat keinen festen Aufbau, sondern unterscheidet sich je nach Fahrzeug in seiner Ausprägung. Die Hersteller geben die Daten entweder manuell in ein digitales Formular ein oder übermitteln sie automatisiert per Webservice. Eric Wirtz: „Die automatisierte Übermittlung ist wesentlich effizienter, erfordert aber ITRessourcen.“ Zusätzlich hat das KBA nun die Anforderung ergänzt, das letztmögliche Datum der Erstzulassung in den Datensatz zu integrieren, sofern es für das betreffende Fahrzeug vorliegt. PS Team setzt Anforderungen individuell um Wenn wir diese regulatorische Anforderung für einen Kunden umsetzen, beginnen wir immer ganz von vorne: Jede IT-Landschaft ist ein Unikat, Prozesse und Workflows gehorchen internen Notwendigkeiten, die sich nicht an einemStandardmessen lassen. Daher nehmen wir in einem ersten Schritt die Gegebenheiten im Unternehmen auf: • In welchem Format liegen die Daten vor und aus welchen Quellen stammen sie? • Müssen Daten zusammengeführt werden? Und wenn ja, nach welchen Logiken? • Wie werden sie bereitgestellt? • Wie erfolgt die Aktualisierung von Typdaten? • Wie sieht der Prozess der Fehlermeldung aus? Anschließend leiten wir daraus Anforderungen ab und erstellen ein entsprechendes Angebot. Dann entwickeln wir die Software und starten den Prozess: Wir holen die Daten beim Kunden ab, führen sie zusammen, verarbeiten sie und erstellen den fahrzeugindividuellen IVI-COC-Datensatz. Diesen übermitteln wir ans KBA und informieren den Hersteller gegebenenfalls über Fehlermeldungen. Hinzu kommen regelmäßige Workshops zur Qualitätssicherung. Eric Wirtz: „Sobald wir uns des Prozesses einmal angenommen haben, müssen sich die Verantwortlichen beim Kunden damit nicht mehr belasten. Wir erfahren frühzeitig von veränderten Anforderungen des KBA und setzen diese bei Bedarf um. Auch wenn das Unternehmen selbst Datenstrukturen oder die Lieferung anpasst, gleichen wir das mit dem Gesamtprozess ab.“ Beispielhaft zeigt dieser Prozess, wie wir als Service Provider mit ausgewiesener Branchen- und IT-Kompetenz genau da in die Bresche springen, wo es unseren Kunden wehtut. Viele Hersteller wissen das und fragen uns, bevor sie anfangen, sich den Kopf über eine Detailfrage zu zerbrechen, die wir ressourcenschonend für sie regeln können. Früher oder später müssen EU-weit geltende Regularien im Unternehmen umgesetzt werden. Viele zielen auf eine Vereinheitlichung des Datenverkehrs ab.
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