BLICK Ausgabe 2/2020

27 müssen schneller und mehr Eigenverantwortung übernehmen, verfügen über geringe finanzielle Grundlagen und werden nicht nur dadurch mit einer Vielzahl von Problemlagen konfrontiert.“ Peter Schmehl Foundation fördert Tapfere-Kinder-Projekt PS-Team-Gründer Peter Schmehl, Initiator der Peter Schmehl Foundation: „Um ein selbstständiges, glück- liches und erfolgreiches Leben führen zu können, müssen die jungen Menschen in ihrer gesamten Persönlichkeit gestärkt werden. Dazu leistet die ‚Kochschule‘ einen hervorragenden Beitrag, denn sich und andere gesund ernähren zu können und überhaupt zu wissen, welches Essen gut und welches mit Vorsicht zu genießen ist, gehört zu den Schlüsselkompetenzen erwachsener Menschen.“ Ewald Dietrich, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Stiftung Tapfere Kinder, hat das Projekt an die Peter Schmehl Foundation vermittelt. Ewald Dietrich: „Die Beziehung zwischen unseren Stiftungen ist über viele Jahre gewachsen. Jedes Jahr um die Weihnachtszeit steht daher nicht die Frage im Raum, ob die Foundation spendet, sondern wofür.“ Die Stiftung übernimmt die Personal- und Materialkosten des gesamten Programms. Über acht Wochen lernen fünf Gruppen mit maximal fünf Teilnehmern alles, was sie dazu in die Lage versetzt, sich selbst zu versorgen: Ein grundsätzliches Gespür für Lebensmittel hilft ihnen dabei, auch ohne Rezept einfache Gerichte zuzubereiten. Die Techniken dafür sowie die Fähigkeit, aus dem, was im Kühlschrank ist, etwas zu improvisieren, gehören ebenso dazu wie der selbstständige Einkauf günstiger Lebensmittel, deren Lagerung und Konservierung. Wenn sie den Lernstoff verinnerlichen und die neu erworbenen Kompetenzen weiter pflegen, werden es ihre eigenen Kinder einmal besser haben: Sie gucken sich bereits im Elternhaus ab, wie man sich kostengünstig etwas Gesundes und Leckeres kocht. Hätten Sie es gewusst? Ernährungskompetenz besteht aus vielen Komponenten. Dazu gehört, dass man das „Kleingedruckte“ auf Lebensmittelverpackungen interpretieren und gesunde von weniger gesunden Produkten unterscheiden kann. Die Krankenkassen, die Deutsche Gesellschaft für gesunde Ernährung und weitere Organisationen weisen regelmäßig darauf hin, dass Fertigprodukte zu viele Kalorien, Zucker, gesättigtes Fett und Salz enthalten. Weite Teile der Bevölkerung seien aber damit überfordert, sich für die richtigen Produkte zu entscheiden. Eine Lebensmittelampel würde uns beispielsweise zeigen, wie viel Zucker wir zu uns nehmen: • Ein 150-Gramm-Becher Kirsch-Bananen-Joghurt kommt auf 6,8 Würfel. • Ein Glas Orangensaft enthält 7,3 Würfel. • Nudelsauce aus dem Glas (400 Milliliter) bringt es locker auf 11,1 Würfel. • In einem Glas Rotkohl stecken 17,5 Würfel. • Eine Flasche Barbecue-Sauce enthält sogar 25 Würfel, ist also in Maßen zu genießen. INTERN In der „Kochschule“ lernen die Kinderdorf-Bewohner nicht nur, Gemüse zu schnippeln, sondern erfahren viel über gesunde Ernährung. Alles so schön bunt hier! Ohne die entsprechenden Kompetenzen fällt es Jugendlichen schwer, sich für das richtige Produkt zu entscheiden.

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