BLICK Ausgabe 2/2020

26 Schlüsselkompetenz Ernährung Wir machen junge Menschen fit fürs Leben INTERN Die Ernährungskompetenz von jungen Erwachsenen ist unterentwickelt. Noch problematischer sieht es bei den Jugendlichen aus, die als Kinder nicht die Möglichkeit hatten, Mama oder Papa beim Kochen zu helfen. Über die Peter Schmehl Foundation unterstützen wir im kommenden Jahr ein Projekt, das älteren Bewohnern des Bethanien Kinderdorfs in Eltville beibringt, kostenbewusst einzukaufen und gesund zu kochen. Beim Thema Ernährung, so das Ergebnis einer Studie der Verbraucherzentrale NRW, legen junge Erwachsene großen Wert auf den Rat von Mutter, Vater und weiteren Verwandten. Rund 60 Prozent der 1.000 Befragten zwischen 18 und 29 gaben an, in dieser Hinsicht großes Vertrauen in die Familie zu haben. Fatal ist es vor diesem Hintergrund, wenn die Familie als Ort des selbstverständlichen Learning by Doing ausfällt. Dies wiegt umso schwerer, als es um die Ernährungskompetenz junger Erwachsener schlecht bestellt ist: In einer aktuellen Untersuchung fand der AOK-Bundesverband heraus, dass in der Altersgruppe zwischen 18 und 24 lediglich 37,1 Prozent der Befragten wissen, wie man sich gesund ernährt. Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes: „Wenn wir hier einen Kurswechsel wollen, müssen wir das Thema gesunde Ernährung fest in unserem Bildungssystem und den Curricula verankern. Die Vermittlung von Ernährungskompetenz darf nicht mit dem Schulgong enden, wichtig wäre sie darüber hinaus in der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung.“ Hier setzt das Bethanien Kinderdorf in Eltville mit einem neuen Projekt an: Die „Kochschule“ soll den Weg aus der stationären Jugendhilfe in die Selbstständigkeit ebnen. Mit dem schweren Lebensgepäck, das die Heranwachsenden mitbringen, sind ihre Aussichten nicht rosig: „Sie

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