5 TITELTHEMA mit mehreren Fahrzeugen und Auslieferungen an verschiedene Standorte erfordert das eine ausgefeilte Versandlogistik, die auch auf Verzögerungen reagiert, falls Dokumente nicht oder zu spät eintreffen. i-Kfz-Portal und Großkundenschnittstelle Flottenbetreiber können Anträge über die i-Kfz-Portale der jeweiligen Zulassungsbehörde oder über eine Großkundenschnittstelle (GKS) des KBA stellen. Um Anträge rechtssicher über die GKS einzureichen, müssen sich sowohl der Großkunde als auch der Vollmachtgeber digital authentifizieren. Das Vertrauensniveau ist auf „substantiell“ reduziert und wird technisch durch die elektronisch qualifizierte Signatur (EQS) gesichert. Wir kontaktieren die Fahrzeughalter jährlich, um die entsprechenden Vollmachten zu aktualisieren. Bestandskunden nutzen nach wie vor die bewährten Schnittstellen und PS-Team-Systeme, die intern an die Großkundenschnittstelle angebunden sind. Sobald ein Antrag bei der GKS eingeht, wird dieser an das i-Kfz-Portal der entsprechenden Zulassungsbehörde weitergeleitet. Wenn es reibungslos läuft, gilt das Fahrzeug sofort als zugelassen und kann zehn Tage im Straßenverkehr bewegt werden. Die Zulassungsbehörde wird beauftragt, die neuen ZBII, ZBI, Siegel und HU-Plaketten zu drucken, und versendet diese per Post an den Fahrzeughalter. Sie können aber auch bei der Behörde abgeholt werden. Digitale Zulassung Full-Service: „All in One“-Lösung für höchste Sicherheit Was für Privatpersonen eine Kleinigkeit ist, kann im Flottenalltag eine riesige Herausforderung darstellen: Die Siegel und Plaketten müssen auf die richtigen Kennzeichen am richtigen Fahrzeug angebracht, unterschiedliche Auslieferungszeiten koordiniert werden. Zudem muss das Management dafür sorgen, dass das Fahrzeug nicht über den zehntägigen „vorläufigen Zulassungsnachweis“ hinaus ohne Siegel, Plakette und ZBI am Straßenverkehr teilnimmt. All dies haben wir im Produkt „Digitale Zulassung Full-Service“, unserer sicheren Lösung für die Flottenbranche, berücksichtigt: Wir sammeln alle zulassungsrelevanten Dokumente bei den Zulassungsbehörden, produzieren die externen Kennzeichen und Feinstaubplaketten, übernehmen die Lochung der Kennzeichen und gegebenenfalls die Produktion von Kennzeichenhaltern, prüfen, ob alle Unterlagen vollständig sind, und leiten bei Bedarf Eskalationen ein. Sobald uns alles vorliegt, versenden wir das Material an den definierten Empfänger – eine „All in One“-Lösung für maximale Sicherheit. Außerdem bieten wir weiterhin den „klassischen“ Prozess an. Denn internetbasiert können nur serienmäßig gefertigte Fahrzeuge zugelassen werden, nicht aber Sonderfahrzeuge wie LKW, Wohnmobile und andere Fahrzeuge mit Aufbauten. Da sich durch i-Kfz der Aufwand der Zulassungsbehörden drastisch reduziert, fallen niedrigere Gebühren an. Die Zulassung kostet je nach Region zwischen 12 und 15 Euro, während die Außerbetriebsetzung bei ungefähr 2 Euro liegt. Unsere Kunden profitieren von den Kostenvorteilen der Online-Zulassung inklusive der neuen logistischen Prozesse. Sollte eine Online-Zulassung nicht infrage kommen, erhöhen sich die Gebühren der Behörde im Schnitt von etwa 27 auf 45 bis 50 Euro. „Das Konzept i-Kfz wird komplizierter bei Flottenzulassungen von mehreren Fahrzeugen an denselben oder unterschiedlichen Standorten. Um dieses Konzept umsetzen zu können, müssten die Fuhrparkverantwortlichen gewährleisten, dass die Fahrzeugnutzer zum Empfangsort der ZBI, der Siegel und Plaketten zu einem unbestimmten Zeitpunkt gerufen werden, um die Kennzeichen zu siegeln und die ZBI ins Fahrzeug zu legen. Für Fuhrparks ist dieses Szenario sehr unsicher, für Autovermieter und Abo-Kunden ist ein solcher Prozess vollständig ausgeschlossen. Das abschließende Fazit ist leider, dass die Mobilitätsbranche bei den internetbasierten Fahrzeugzulassungen vermutlich nicht im Mittelpunkt der Überlegungen stand.“ Marco Reichwein, CEO PS Team
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