BLICK Ausgabe 2/2020

BLICK. Ausgabe 2/2020 HINTERGRUND: Über digitale Identitäten INTERN: Heinz Moritz wechselt in den Beirat Bündnis für digitale Transformation Wirtschaft und Verwaltung realisieren E-Government

2 INHALT In dieser Ausgabe TITELTHEMA: Digitale Verwaltung Bis 2022 sollen Bund, Länder und Kommunen alle Verwaltungsleistungen digital anbieten. So fordert es das Onlinezugangsgesetz. Längst haben Behörden mit der Umsetzung begonnen, doch sind noch einige Hürden zu überwinden. Im Bereich i-Kfz begleitet PS Team den Bund bereits seit Jahren auf demWeg Richtung E-Government und nimmt sich auch weiterer Randthemen an. HINTERGRUND: Weniger ist mehr Adrian Krzeminski koordiniert die Bewerbung der Metropolregion Rhein-Neckar zum „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“. Im Gespräch erläutert er, weshalb der Bund den Wettbewerb ausrichtet, worin die Schwierigkeiten bei der Nutzung digitaler Identitäten bestehen und welche Rolle PS Team bei der Bewerbung spielt. Seine These: Wir benötigen bekannte digitale Identitäten mit einem breiten Anwendungsspektrum. FOKUS FINANCE: Videokonferenzen in der Industrie Auch in der Industrie setzen sich Videokonferenzen immer mehr durch. Sie können in diversen Zusammenhängen die persönliche Inaugenscheinnahme von Objekten wie Maschinen und Anlagen, aber auch Fahrzeugen ersetzen. Das spart nicht nur Zeit und senkt Kosten, sondern ist auch besonders sicher. SPEKTRUM EUROPA: Vertragsunterzeichnung Lohnt es sich wirklich, für die Vertragsunterschrift eigens zum Kunden zu reisen? Nein, wenn es sichere Alternativen gibt. Mit PS LiveStream lässt sich der Akt der Unterzeichnung fälschungssicher dokumentieren. Wir erläutern Schritt für Schritt, wie sich der Identitätsnachweis mit dem Smartphone aufzeichnen lässt, inklusive Sicherheitsfeatures. AKTUELLES: Höhle der Mentoren Das Frankfurter HOLM richtete seine Start-up-Tage in diesem Jahr weitgehend als Online-Konferenz aus. In der „Höhle der Mentoren“ bot PS Team fünf Start-ups die Gelegenheit, ihre Ideen zu präsentieren. Der Sieger Velopad ist angetreten, um den Markt der Fahrradreparaturen zu digitalisieren. Seite 4 bis 8 Seite 18 und 19 Seite 10 und 11 Seite 20 und 21 Seite 24 und 25

3 EDITORIAL Vor zehn Jahren, im Januar 2011, bezog ich mein Büro als Geschäftsführer von PS Team. Die meisten von Ihnen durfte ich in diesen Jahren persönlich kennenlernen, wenn wir uns nicht schon vorher in der Autovermieterwelt, die wie jeder Mikrokosmos ein Dorf ist, begegnet sind. Viele Ausgaben unserer BLICK sind seither erschienen, doch noch nie habe ich an dieser Stelle als Einzelperson zu Ihnen gesprochen. Großartig, dass mein Nachfolger Marco Reichwein mir Gelegenheit dazu gibt! Ich nutze die Gelegenheit gerne, um Ihnen allen für die fantastische Zeit zu danken. Wichtige Etappen, gemein- same Erfolge und persönliche Erinnerungen haben wir auf den Seiten 12 und 13 für Sie zusammengestellt. Kei- nen Tag möchte ich missen, denn mit der Zeit ist PS Team zu demUnternehmen geworden, das es heute ist. Trotz aller Widrigkeiten dieser Monate inklusive dramatischer Veränderungen in unserem Marktumfeld stehen wir gut da! Das liegt zum einen an unserem breit aufgestellten Management, zum anderen daran, dass wir frühzeitig strategische Entscheidungen getroffen haben. Dafür steht beispielsweise unser Spektrum an Risikoprodukten und branchenübergreifend einsetzbaren digitalen Lösungen. Auch das herausfordernde Corona-Jahr sehe ich nicht ganz schwarz, denn in der Krise zeigt sich, welche Kräfte wir als gesundes Unternehmen aktivieren können und wodurch sich wahre Geschäftsfreundschaften auszeichnen. Zeiten der Veränderung bahnen Neuerungen schneller den Weg. So lesen Sie ab Seite 4, wie digital die öffentliche Verwaltung bereits ist und was PS Team dazu beitragen kann. Wir sind stolz, als Konsortialmitglied die Bewerbung der Metropolregion Rhein-Neckar imWettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ voranbringen zu können (Seite 10 und 11). Erfahren Sie, welche neuen Formen von Mobilität unsere Transportvergabeplattform driviva ermöglicht (Seite 14 und 15) und auf welche Weise digitale Werkzeuge wie unsere Video-App PS LiveStream dazu beitragen, Geschäfte sicher abzuwickeln (Seite 16 bis 21)! Auch in diesem Jahr unterstützen wir über die Peter Schmehl Foundation und gemeinsam mit den „Tapferen Kindern“ wieder das Bethanien Kinderdorf Eltville. Diesmal fördern wir ein Projekt zur gesunden Ernährung (Seite 26 und 27). Als Mitglied des PS-Team-Beirats, des Beratungsorgans der PS-Team-Familie, werde ich weiterhin die Geschicke des Unternehmens im Blick behalten und unterstützen, wo ich kann. Wie Peter Schmehl, der gute Freund und PS-Team-Gründer, muss ich nun lernen, loszulassen. Da mir das als Familienvater gelungen ist, bin ich zuversichtlich, schon bald engagiert und mit der notwendigen Gelassenheit die neue Rolle auszufüllen. Ich freue mich darauf, Sie in dieser Funktion bei der einen oder anderen Gelegenheit zu treffen! Machen Sie’s gut, bleiben Sie gesund und genießen Sie die Feiertage im kleinen Kreis! Herzlichst, Ihr Heinz Moritz Kurz und bündig Servus, machen Sie’s gut, wir sehen uns!

4 TITELTHEMA

5 TITELTHEMA E-Government, die digitale Transformation der Verwaltung, betrifft uns in diesen Tagen unmittelbar. Denn die Gesundheitsämter stoßen auch deshalb im Kampf gegen Corona an ihre Grenzen, weil Deutschland in dieser Hinsicht noch nicht sehr weit ist. Die Gesundheitsämter sind weder personell noch technisch angemessen ausgestattet, um Kontaktketten im großen Stil nachzuverfolgen. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, brachte es für den Deutschlandfunk auf den Punkt: „Sie können sich quasi die Landkarte angucken, wie sich die Region farblich verändert, und Sie können davon ausgehen, dass da, wo es rot ist, auch die Gesundheitsämter ein erhebliches Problem haben.“1 Ein Kollaps mit Ansage, denn dass die Zahl der Infektionen ab Mitte Oktober rasch ansteigen würde, wurde allgemein erwartet, und die Ärztevertreterin betont, der Verband habe „besonders viel und genug Alarm geschlagen“. Zeit sparen könne man mit digitalen Mitteln. Ute Teichert weist darauf hin, dass die Personaldisposition nahezu unmöglich ist, weil seit 20 Jahren darüber keine Statistik mehr in Gesundheitsämtern geführt wird. Es ist nicht Auf dem Weg zur digitalen Verwaltung Prozesse automatisieren – Medienbrüche überwinden Das OZG (Onlinezugangsgesetz) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, bis 2022 alle Verwaltungsleistungen in Deutschland digital anzubieten. Allerdings sind in verschiedenen Bereichen die Voraussetzungen dafür noch nicht geschaffen. Wir bringen Prozess- und Digitalisierungs-Know-how ein, um gemeinsammit Behörden und Dienstleistungspartnern die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen voranzubringen. bekannt, wie viele Menschen bundesweit regulär in Gesundheitsämtern arbeiten. Zudem schaffen es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kaum, sich über die aktuell in ihrer Region geltenden Regelungen auf dem Laufenden zu halten. Noch gravierender als die Mängel im Wissensmanagement dürften sich allerdings manuelle Prozesse mit Medienbrüchen auswirken, wobei hier Wirtschaft und Verwaltung an einem Strang ziehen müssten: Besucher der Gastronomie und öffentlicher Einrichtungen sowie von Veranstaltungen füllen häufig Formulare aus. Müssen Kontaktketten nachverfolgt werden, bleibt den Mitarbeitern in den Gesundheits- ämtern nichts anderes übrig, als diese Informationen abzutippen. Denis Herth, Director Innovation bei PS Team: „Wir wickeln seit Jahrzehnten Massenprozesse ab und automatisieren sie. Für Fuhrparks übernehmen wir allein 630.000 Fahrzeugregistrierungen und -stilllegungen pro Jahr. Das können wir nur leisten, weil wir speziell für diese Prozesse starke Softwaresysteme entwickelt haben. Die Krise zeigt, dass die Digitalisierung eine wichtige Grundlage für Skalierbarkeit ist. Sonst fehlen die Kapazitäten, um höhere Fallzahlen in vertretbarer Zeit abzuarbeiten.“ Leipzig digitalisiert Führerscheinumtausch Ein aktuelles PS-Team-Projekt zeigt, wie sich die elektronische Abwicklung auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt: Von 2022 bis 2025 erhalten in der EU alle Besitzer eines Papierführerscheins neue Dokumente. Was für die 1 https://www.deutschlandfunk.de/aerzte-verbandschefin-teichert-wir-wissen-nicht-mal-wie.694.de.html?dram:article_id=486283 (abgerufen am 24.11.2020) Digitalisierung in Behörden leistet einen wesentlichen Beitrag, um Kosten zu senken. Die Stadt Leipzig setzt unter anderem beim Führerscheinumtausch an.

6 TITELTHEMA Bürgerinnen und Bürger nur ein verwaltungstechnischer Umtausch ist, bedeutet für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fahrerlaubnisbehörden sehr viel Arbeit: Alle Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, müssen umgetauscht werden. In Deutschland werden in einem ersten Schritt, gestaffelt nach Geburtsjahr der Besitzer, von 2022 bis 2025 zunächst die rund 15 Millionen noch vorhandenen Papierdokumente aus dem Verkehr gezogen. Mit der sogenannten 3. EU-Führerscheinrichtlinie sollen die derzeit über 100 existierenden Führerscheinarten in der EU vereinheitlicht werden. Um die gesetzlichen Anforderungen umzusetzen, fallen in enger zeitlicher Taktung zusätzlich zum Tagesgeschäft sehr viele manuelle Prozesse an. So muss jede einzelne Fahrerlaubnis mit der Karteikarte abgeglichen werden, die von der ausstellenden Behörde angelegt wurde. Allein in der Stadt Leipzig sind circa 330.000 dieser Karteikarten archiviert. Gemeinsam mit dem kommunalen IT-Unternehmen Lecos und PS Team suchte man nach Wegen, mittels Digitalisierung den Aufwand zu verringern. Dazu entwickelte die Stadt Leipzig im vergangenen Jahr gemeinsam mit ihren Partnern einen Prototyp und beendete die Testphase erfolgreich. Sie erteilte den Auftrag, den Prototyp produktiv umzusetzen, ummit einer dem Fachverfahren vorgelagerten Software Personal- und Kostenaufwände zu reduzieren. Die Scanstrecke von Lecos verantwortet das Scannen der Karteikarten. Anschließend werden die Scans in die PS-Team-Systeme übernommen, wobei Mitarbeiter der Fahrerlaubnisbehörde die Daten erfassen. Dann werden die Daten aufbereitet und auf die neuen Fahrerlaubnisklassen umgestellt. Dies alles geschieht zeitlich unabhängig vom Umtausch der Führerscheine anhand einer von der Anwendung stringent vorgegebenen Prozesskette. Nach der Verifikation der Daten stehen sie, per Schnittstelle übermittelt, dem Sachbearbeiter im Fachverfahren zur Verfügung. Auch andere FahrerlaubnisGemütlicher als im Wartebereich des Einwohnermeldeamts: Bürger erwarten, ihre Verwaltungsangelegenheiten genauso bequem erledigen zu können, wie sie es aus anderen Lebensbereichen gewohnt sind. Noch fehlt es an sicheren digitalen Identitäten, um E-Government-Prozesse flächendeckend einzuführen.

7 TITELTHEMA behörden können über Schnittstellen auf die Daten zugreifen und für Personen, die ihre Fahrerlaubnis in Leipzig gemacht haben, an Ort und Stelle den neuen Führerscheinantrag erstellen. „Der von uns beschrittene Weg könnte durchaus Schule machen“, meint Claudia Hille, Leiterin der Abteilung Kfz-Zulassungs-, Fahrerlaubnis-, Melde- und Passbehörde bei der Stadt Leipzig. „Denn alle Städte und Gemeinden stehen vor derselben Herausforderung. Indem sie den Prozess digitalisieren, verringern sie den Aufwand – für die Fachabteilungen und für die Bürger.“ Sowohl die Software als auch der dahinterliegende Prozess lassen sich ohne großen Projektaufwand in weiteren Behörden implementieren. i-Kfz für Flottenfahrzeuge Im Januar 2019 verkündete Verkehrsminister Andreas Scheuer: „20 Millionen Zulassungsvorgänge in 2018 – die Kfz-Zulassung ist eines der meistgenutzten Verwaltungsverfahren in Deutschland. Wir wollen weg vom Papierkram und lästigen Behördengängen hin zu einer modernen, digitalen Verwaltung.“ Damit bezog er sich auf die nächste Stufe des i-Kfz-Verfahrens, das seit 2015 sukzessive ausgerollt wird. Wir waren von Beginn an in beratender Funktion in das Projekt eingebunden und begleiteten es aus gewerblicher Perspektive. Mit der im Oktober 2019 eingeführten Stufe 3 sollten Privatpersonen in die Lage versetzt werden, alle Arten von Fahrzeugzulassung inklusive Neuzulassung, Umschreibung und Wiederzulassung vom Rechner aus zu erledigen. Sonja Anton, Programmleiterin Tech4Germany des ehemaligen Non-Profit-Startups 4Germany unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzleramtschef Helge Braun, beschreibt die digitale Zulassung: „1. App oder Browser öffnen, 2. erschreckt feststellen, dass ein aktivierter neuer Personalausweis und Lesegerät benötigt werden, 3. App oder Browser wieder schließen, 4. Termin im Amt ausmachen.“ Bis heute wird die Online-Funktion des Personalausweises kaum genutzt, weil sie zu wenig bekannt und zu umständlich in der Anwendung ist. Der Nachweis der digitalen Identität bleibt die zentrale Hürde im E-Government, wie Adrian Krzeminski von der Metropolregion RheinNeckar auf den Seiten 10 und 11 erläutert. Was mit nPA und Lesegerät im privaten Bereich theoretisch möglich ist, lässt sich nicht eins zu eins auf die Flottenwelt übertragen. Denis Herth: „Erst wenn es sichere und praxistaugliche Möglichkeiten gibt, juristische Personen zweifelsfrei digital zu identifizieren und Bevollmächtigungen zwischen juristischen Personen digital zu erteilen, können wir unseren Kunden i-Kfz 4 anbieten, die internetbasierte Kfz-Zulassung für Unternehmen. Gemeinsam mit Partnern werden wir dieses Verfahren selbst entwickeln und damit eine zentrale Herausforderung lösen, die sich auf weitere E-Government-Prozesse übertragen lässt.“ Bundesweit sichere und nutzungsfreundliche Verwaltungsangebote zu schaffen, klingt wie eine Herkulesaufgabe. Die ersten Schritte sind getan und PS Team leistet an verschiedenen Stellen einen Beitrag dazu.

8 TITELTHEMA Das PS-Team-Konzept basiert auf der Blockchain als Werkzeug, um Transaktionen schnell und sicher in einem Netzwerk von vielen Beteiligten durchzuführen. Eine beliebig große Anzahl von Teilnehmern nutzt gemeinsam eine Datenbank. Die darin gespeicherten Informationen lassen sich nicht manipulieren, da die Konsistenz und Integrität der Daten vom System ständig überprüft werden. Damit erfüllt die Blockchain genau die Kriterien, die einen zweifelsfreien Identitätsnachweis ausmachen. „Wir entwickeln das Verfahren, um es selbst anzuwenden“, erläutert Denis Herth. „Wenn wir für einen Kunden wie beispielsweise eine Autovermietung Fahrzeuge über i-Kfz 4 zulassen, weisen wir uns auf diese Weise als vom Kunden bevollmächtigtes Unternehmen aus. Autovermieter können auch selbst ihre Identität als juristische Person nachweisen. Sie werden es aber nicht E-Government erfordert immense Rechenkapazitäten, verspricht aber auch enorme Effizienzgewinne. Jeder Prozess, der digital abgebildet wird, hilft Behörden auf allen Ebenen, Personal von fehleranfälligen Routineprozessen zu entlasten. tun, weil wir den Prozess automatisiert viel schneller, kostengünstig und in hoher Qualität erbringen.“ Auf der 33. Sitzung des IT-Planungsrats im Oktober 2020 sagte Staatssekretär und Bundes-CIO Dr. Markus Richter über das Onlinezugangsgesetz: „Die OZG-Umsetzung geht jetzt in eine kritische Phase. In den kommenden Monaten entscheidet sich, ob wir unser Versprechen gegenüber den Bürgerinnen und Bürger einlösen können: bundesweit nutzerfreundliche und sichere digitale Verwaltungsangebote zu schaffen.“ Er forderte Bund und Länder auf, gemeinsame Sache zu machen und sich nicht mit einzelnen regionalen Leuchttürmen zufriedenzugeben. PS-Team-Geschäftsführer Marco Reichwein: „Nicht nur Bund, Länder und Kommunen, sondern auch Verwaltung und Wirtschaft müssen für praxistaugliche E-Government-Prozesse kooperieren. Projekte wie der Führerscheinumtausch und die digitale Identität juristischer Personen haben Modellcharakter – auch für PS Team. Wir lassen uns in die Pflicht nehmen, zur digitalen Transformation Deutschlands beizutragen, und sehen uns auf einem guten Weg.“ Viele Besitzer eines neuen Personalausweises wissen nicht, dass sie ihn auch nutzen können, um ihre Identität digital nachzuweisen.

9 TITELTHEMA Für Autovermieter und Behörden attraktiv PS Team digitalisiert Fahrerermittlung Gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister ekom21 digitalisieren wir die Verfolgung von Ordnungs- widrigkeiten im Straßenverkehr. Das im Pilotprojekt erfolgreich getestete Verfahren basiert auf der Prozess- steuerungsplattform PS Ticket für das Strafzettelmanagement. Viele Autovermieter und andere Großflotten setzen die Lösung bereits ein. Mit owi21 hat die ekom21, der größte kommunale ITDienstleister in Hessen, eine eigenentwickelte Lösung zur Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten am Markt platziert. Der erste Einsatz erfolgte 2004 im Bundesland Hessen, wo das Verfahren flächendeckend in Betrieb ist. Das System läuft in Hessen auf mehr als 1.400 Dialogarbeitsplätzen und täglich werden von den hessischen Kunden rund 30.000 Online-Transaktionen durchgeführt sowie 50.000 Ausdrucke (Bescheide und Belege) über die Software erstellt. Aufgrund der hohen Akzeptanz und Fortschrittlichkeit interessierten sich schon bald auch andere Bundesländer für das Ordnungswidrigkeitenverfahren. So wuchs in den folgenden Jahren die owi21-Anwendergemeinde sprunghaft an. Mittlerweile ist die Software außer in Hessen auch in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Thüringen bei über 900 Kunden in Betrieb. Zuletzt wurde das Verfahren im Jahr 2019 in Rheinland-Pfalz eingeführt und kommt dort seitdem bei über 80 kommunalen Bußgeldstellen zum Einsatz – zeitgleich ging auch die mobile Version owi21ToGo an den Start. Digitales Strafzettelmanagement Jährlich werden bundesweit über 21 Millionen Fälle mit owi21 bearbeitet. Die ekom21 geht nun gemeinsam mit uns einen weiteren Schritt Richtung E-Government: Über unsere Prozesssteuerungsplattform PS Ticket soll der Prozess weiter automatisiert werden. Die Zeugenfragebögen werden per PDF über den kommunalen Dienstleister an uns weitergeleitet und taggleich beantwortet. In einem Pilotprojekt mit der Zentralen Bußgeldstelle des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Kassel wurden 250 Strafzettel erfolgreich bearbeitet. Dazu ermittelten wir mit PS Ticket über das Zentrale Fahrzeugregister die Halter der entsprechenden Fahrzeuge und spielten deren Daten an owi21 zurück. „Behörden haben ein großes Interesse daran, diesen Prozess zu automatisieren“, so Denis Herth, Director Innovation bei PS Team. „Große Fahrzeugflotten wie Autovermieter setzen die digitale Fahrerermittlung seit Jahren erfolgreich ein.“ Dazu scannen wir die eingehenden Dokumente, lesen die Daten aus und bestimmen so den Tatzeitpunkt. Anschließend nehmen wir Kontakt mit dem Kunden des Autovermieters auf und digitalisieren den entstehenden Schriftverkehr. Von dem straffen Prozess profitieren Behörden und Autovermieter gleichermaßen. Die erwischten Verkehrssünder dürften sich weniger darüber freuen, können aber immerhin sicher sein, dass das Verfahren fehlerfrei abläuft. Geschwindigkeitskontrollen sind seit den 1970er Jahren in EDV-Systeme eingebunden. Nun folgt die automatisierte Fahrerermittlung.

10 HINTERGRUND BLICK: Herr Krzeminski, wenn sich die MRN als Schaufensterregion für die sichere digitale Identität durchsetzt, winken 15 Millionen Euro. Wofür genau und weshalb gibt der Bund das Geld aus? Adrian Krzeminski: Der Wettbewerb zielt darauf ab, ein wesentliches Hindernis für die Digitalisierung von Verwaltung und Wirtschaft zu überwinden. Da sich bisher keine starken digitalen Identitäten, kombiniert mit nutzbaren Leistungen, etablieren konnten, stockt die Digitalisierung. Jede Bürgerin und jeder Bürger verfügt über etwa hundert digitale Identitäten, aber sie kommen kaum bewusst mit diesen in Berührung. Es geht darum, sie sichtbar zu machen – deshalb „Schaufenster“ – und mit attraktiven Leistungen zu verknüpfen. Wir benötigen bekannte digitale Identitäten mit einem breiten Anwendungsspektrum und eine einfache systemische Oberfläche, die uns die Nutzung ermöglicht. BLICK: Können Sie das an einemBeispiel verdeutlichen? Adrian Krzeminski: Nehmen Sie etwa die Gesundheitskarte Ihrer Krankenkasse. Sie hat nur den Zweck, Sie als Versicherte auszuweisen – beim Arzt, in der Klinik, in der Apotheke. Es liegt nahe, sie auch als Kundenkarte für die Apotheke zu verwenden. Mit den Daten könnten Sie sich in Online-Apotheken, in Ihre elektronische Patientenakte oder andere Shops einloggen. Das wäre ein Anfang. BLICK: Damit wären wir allerdings weiterhin weit von einer zentralen digitalen Identität entfernt. Weshalb müssen wir das Rad neu erfinden? Es gibt doch bereits den neuen Personalausweis, der persönliche Daten in einem Chip speichert. Adrian Krzeminski: Wegen ihrer schlechten Usability konnte sich die Online-Funktion des Personalausweises leider nicht durchsetzen. Eine Lösung funktioniert erst Viele schwache digitale Identitäten Metropolregion Rhein-Neckar zeigt, wie es besser geht Das BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) hat den Wettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ ausgelobt. Eine vielversprechende Bewerbung reichte die MRN (Metropolregion Rhein-Neckar) ein. PS Team beteiligt sich und deckt als einziges Mitglied des Konsortiums den Bereich „Mobilität“ ab. Wir sprachen mit MRN-Projektleiter Adrian Krzeminski.

11 HINTERGRUND dann, wenn die Nutzerinnen und Nutzer zumindest einmal in der Woche damit in Berührung kommen. Das gilt beispielsweise für die Kredit- und EC-Karte oder Mobile Payment, die Bezahlfunktionen der Technologieunternehmen. Für eine zentrale Identität ist der Zug zwar abgefahren, dennoch werden wir es schaffen, viele bereits bestehende Identitäten mit einer Vielzahl an Leistungen im „IhreID“-Ökosystem zu bündeln und so die Sicherheit und den Nutzungskomfort zu erhöhen. BLICK: Welche Gefahren sehen Sie? Adrian Krzeminski: Digitale Lösungen bewegen sich immer im Spannungsfeld von Komfort, Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit. Bei vielen digitalen Identitäten, die wir verwenden, bezahlen wir den Komfort mit einem hohen Risiko, dass Dritte auf persönliche Daten zugreifen. Als Schaufensterregion setzen wir hohe Sicherheitsstandards. Eine andere Gefahr besteht darin, dass Wirtschaftsunternehmen die Souveränität der Inhaber digitaler Identitäten bedrohen. So meldete Apple im Juli dieses Jahres ein Patent auf ID-Karten für einen digitalen Reisepass an. Auch Google strebt in diesen Markt. Das sehe ich äußerst kritisch. Die Datenhoheit gehört den Personen und darf nicht zu wirtschaftlichen Zwecken missbraucht werden. BLICK: Lassen Sie uns über die Metropolregion sprechen. In der gerade laufenden Wettbewerbsphase entwickeln elf ausgewählte Konsortien Konzeptideen und Roadmaps, um sich als Schaufenster zu präsentieren. Die MRN bildet eines davon. Wie stehen die Chancen, als einer der drei Sieger aus dieser Phase hervorzugehen? Adrian Krzeminski: Als Region mit drei beteiligten Bundesländern – Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz – und vereinten Kräften aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung verfügen wir über die mit Abstand größte Reichweite. Mit zehn vertretenen Branchen decken wir viele Anwendungsbereiche ab – von kommunaler Wirtschaft und kommunalen Diensten über Banken und Versicherungen bis zu Immobilienwirtschaft, der Mobilität, dem Gesundheitswesen und dem Bildungssektor. So sind wir in der Lage, die Sichtbarkeit und Bekanntheit einer Vielzahl an digitalen Identitäten in weiten Teilen Deutschlands signifikant zu erhöhen. Hinzu kommt das gebündelte Know-how. Giesecke+Devrient beispielsweise setzt mit seiner Sicherheitstechnologie weltweit Maßstäbe bei der Absicherung von Bezahlvorgängen, Identitäten, Konnektivität und Daten. Außerdem hat die länder- und branchenübergreifende Bewerbung Signalwirkung, denn es geht bei den Schaufensterregionen darum, bundesweit einheitliche Standards zu nutzen und neue herauszuarbeiten. BLICK: PS Team besetzt mit einem Projekt zur digitalen Identität juristischer Personen, um der i-Kfz-Stufe 4 zum Durchbruch zu verhelfen, den Bereich Mobilität exklusiv. (Lesen Sie dazu das Titelthema ab Seite 4!) Adrian Krzeminski: Ja, wir freuen uns sehr, PS Team an Bord zu haben. Flottenprozesse, auch im Hinblick auf E-Government, sind ein wichtiges Anwendungsfeld für digitale Identitäten. Hinzu kommt die Reichweite von PS Team als Service Provider, der im ganzen Mobilitätssektor einen Namen hat. Die Blockchain-Technologie als zukunftweisender Ansatz eröffnet mit der dezentralen Speicherung von Informationen ganz neue Möglichkeiten. BLICK: Herr Krzeminski, wir wünschen der Schaufensterregion MRN viel Erfolg, wenn im Januar die Entscheidung fällt! Adrian Krzeminski: Vielen Dank! Wir würden uns sehr freuen, an diesem Projekt durch die Förderung des BMWi weiterarbeiten zu dürfen. Adrian Krzeminski Projektleiter/-entwickler Digitalisierung und E-Government, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH Kontakt: +49 (0)621 10708-391 adrian.krzeminski@m-r-n.com Adrian Krzeminski koordiniert die Bewerbung der MRN (Metropolregion Rhein-Neckar) zum „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“. Die Chancen stehen gut, dass das Konsortium zu den drei Siegern des BMWi-Wettbewerbs zählen wird.

12 Eine Ära geht zu Ende Geschäftsführer Heinz Moritz wechselt in den Beirat Als Visionär hatte PS-Team-Inhaber Peter Schmehl 1986 begonnen, aus einer Idee ein Unternehmen aufzubauen, welches bereits 2010 sehr gut dastand. Allerdings bedurfte es neuer Impulse, um den Ausbau voranzutreiben und das Erreichte nachhaltig zu sichern – eine Mission, die wie geschaffen war für seinen Freund und langjährigen Geschäftspartner Heinz Moritz. „Aus seiner Zeit als Unternehmensberater schätzte ich ihn als Sparringpartner“, erzählt Peter Schmehl. „Weniger angenehm war er mir als Vertreter unserer Autovermieterkunden in Erinnerung: Er konnte knallhart sein, blieb aber immer fair. Er hatte den notwendigen Biss, um PS Team ins nächste Jahrzehnt zu führen.“ Der gebürtige Österreicher zögerte nicht lange: „Nach einer Phase der Selbstständigkeit war es Zeit für eine neue Herausforderung und ich wusste um das Potenzial des Unternehmens.“ Noch im Januar 2011, dem Monat seines Eintritts, schloss Heinz Moritz seinen ersten Kundenvertag mit CCUnirent (heute Choice GmbH) ab, eine bis 2023 besiegelte Partnerschaft. Erster Franchisepartner in Österreich Auch in das erste Jahr des Geschäftsführers fällt eine für die europäische Expansion bedeutende Kooperation. Aus- gerechnet in seinem Heimatland gewinnt er Hödlmayr als Franchisepartner für Fleet Services. In Deutschland ebnete die Schufa dem Asset-Register PS DataCollect zum Schutz vor Mehrfach- und Luftfinanzierung den Weg: Sie nahm die Plattform in ihr FraudPreventionPortfolio auf. Wenig später begannen Banken und Leasinggesellschaften in Europa, sich für die Lösung zu interessieren, sodass sie schon bald international eingesetzt wurde. Der neue Geschäftsführer wirkte nicht nur nach außen, sondern auch nach innen: Er gliederte die Aktivitäten des Unternehmens in die Business Units Fleet, Manufacturer und Financial Institutions sowie in Service Units – klare Verantwortlichkeiten und feste Ansprechpartner für die Kunden. Außerdem führte er eine Innovationsrate ein, die das Management dazu verpflichtet, einen bestimmten Anteil des Gesamtumsatzes mit Produkten zu machen, die Seit Januar 2011 lenkte Geschäftsführer Heinz Moritz die Geschicke von PS Team. Heute arbeiten 220 Menschen bei uns – doppelt so viele wie zu Beginn seiner Tätigkeit. Auch der Umsatz verdoppelte sich. Anfang kommenden Jahres wechselt der Geschäftsführer in den PS-Team-Beirat und übergibt seinem Nachfolger Marco Reichwein ein hervorragend aufgestelltes mittelständisches Unternehmen. Wir erinnern uns an eine bewegte Dekade. INTERN Peter Schmehl (links) und Heinz Moritz werden künftig den PS-Team-Beirat lenken. Als Geschäftsführer verdoppelte Heinz Moritz in den letzten zehn Jahren den Umsatz und die Mitarbeiterzahl von PS Team. Sein Verhandlungsgeschick kam ihm dabei zugute.

13 jünger als drei Jahre sind. Peter Schmehl: „Ein Erfolgsgeheimnis von Heinz und eine seiner Stärken ist, dass er immer wieder die Kundenbrille aufsetzt.“ So erhöhte er die Qualität und Effizienz der Überführungsfahrten, indem er sie mit der – wie die gesamte PS-Team-Software – hausintern entwickelten App PS Inspect dokumentieren ließ. Umsatz und Mitarbeiterzahl verdoppelt Hervorragend in der Flottenwelt vernetzt, gelang es Heinz Moritz und seinem Team innerhalb weniger Jahre, die Avis als Großkunde zurückzugewinnen sowie Verträge mit allen Autovermietern in Deutschland abzuschließen. Für die meisten dieser Kunden erbringt PS Team die entsprechenden Services exklusiv. Es ist uns gelungen, mit PS Spe(e)dLog, der Beauftragungsplattform für Fahrzeugtransporte, einen Branchenstandard zu setzen und sie in weiteren Ländern zu etablieren. Sowohl den Gesamtumsatz als auch die Mitarbeiterzahl verdoppelte Heinz Moritz in den vergangenen zehn Jahren. Zudem machte er die Informationssicherheit zur Chefsache, indem er sich auf die anspruchsvolle und aufwendige ISO-27001-Zertifizierung einließ. Große Erfolge, kleine Etappensiege und gemeinsam überstandene Krisen verbinden Inhaber und Geschäftsführer. Peter Schmehl: „Unser volumenstarkes Flottengeschäft brach während der ersten Corona-Phase vollkommen ein. Dennoch werden wir nicht zu den Corona-Verlierern gehören – auch das ist ein Verdienst von Heinz.“ Gemeinsam mit dem neuen Geschäftsführer Marco Reichwein lenkte er das Unternehmen klug und besonnen durch diese schwierige Zeit. Heinz Moritz: „Mein Nachfolger trat seinen Posten mitten im Lockdown an. Schnell stellten wir fest, dass wir uns für den rich- tigen Mann entschieden hatten. Dank seiner internationalen Managementerfahrung traf er in jeder Situation die richtigen Entscheidungen.“ Regelmäßig nehmen sich Heinz Moritz und Peter Schmehl Zeit füreinander, entwickeln neue Ideen und tauschen Erinnerungen aus. Peter Schmehl zieht eine Bilanz der letzten zehn Jahre: „Es war eine tolle Zeit! Besser als Heinz hätte man es nicht machen können. Wie gut, dass er damals ‚ja‘ gesagt hat.“ Einen frühen Erfolg feierte Heinz Moritz (vorne rechts) gleich zu Anfang seiner Tätigkeit: Im Jahr 2011 konnte er den in Österreich ansässigen Hödlmayr-Konzern als Franchisepartner für Fleet Services gewinnen. INTERN Madeira-Vertrag Ein Ort für gute Geschäfte: Während eines Urlaubs mit seiner Frau verhandelte Heinz Moritz auf dem Marktplatz von Funchal mit einemGroßkunden. Man wurde handelseinig – „der Urlaub war gerettet“, schmunzelt er. Der Abschluss ging als „MadeiraVertrag“ in die PS-Team-Geschichte ein. Meist gut aufgelegt und immer ein freundliches Wort: So schätzten die Mitarbeiter Heinz Moritz.

14 Wenn – wie in den letzten Monaten aus bekannten Gründen – die Nachfrage nach Mobilität einbricht, muss man sich etwas einfallen lassen. Junge Unternehmen hatten bereits vor der Krise alternative Angebote im Portfolio; traditionelle Autovermieter ziehen nun mit vielfältigen eigenen Ideen nach. „Auto-Flatrate“ und „Auto-Abo“ heißen die neuen Trends, in der Vergangenheit auch als „Langzeitmiete“ bekannt. Sie versprechen eine höhere Flexibilität als Leasing durch eine kürzere Bindungsdauer an ein Fahrzeug und stecken gleichzeitig einen monatlichen All-inclusive-Kostenrahmen ab, der den Kunden finanzielle Sicherheit gibt. Björn Glaßmacher, International Manager Fleet bei PS Team: „Immer neue Modelle ausprobieren, im Sommer Cabrio fahren und in der kälteren Jahreszeit auf ein robusteres Modell umsteigen: Mit der Langzeitmiete haben Mobilitätsanbieter attraktive Produkte kreiert. Wer sie wirtschaftlich kalkulieren will, sollte sich allerdings vor der einen oder anderen Kostenfalle in Acht nehmen. Eine davon ist die Überführung der Fahrzeuge, die immer anfällt, wenn ein Wechsel ansteht. Denn es ist unwahrscheinlich, dass sich das Auto am selben Standort erneut vermieten lässt.“ Erhöht Wirtschaftlichkeit Das Auto-Abo erweist sich als ein typischer Anwendungsfall von driviva. Der webbasierte Marktplatz unterstützt Fuhrparkmanager bei der Vergabe von Transportaufträgen, indem er passende Auftragnehmer zu den Vorgaben FOKUS FLEET Motor Marktdynamik Plattform driviva wächst dynamisch Der Zweck unserer Plattform driviva ist schnell erklärt: Sie ermöglicht Unternehmen, schnell, flexibel und unkompliziert Transportaufträge zu vergeben. Nach Abschluss der Pilotphase zeigt sich, dass der Bedarf an dieser Dienstleistung größer und vielfältiger ist als vorab angenommen. Wir entwickeln die Lösung agil gemäß den Anforderungen unserer Kunden weiter.

15 FOKUS FLEET des Auftraggebers ermittelt. PS Team tritt als Plattformbetreiber auf. Die Kunden und Dienstleister schließen Einzelverträge. Die Plattform verbindet Unternehmen und Einzelfahrer, die sonst nur schwer Kontakt zueinander gefunden hätten. So wächst nicht nur die Reichweite für beide Seiten, sondern die Transportaufträge lassen sich schneller, flexibler und im Rückwärts-Gebotsverfahren auch kostengünstiger vergeben. Die Pilotphase hat die Plattform längst hinter sich gelassen. Auf eine Autovermietung kamen von August bis Mitte Oktober 2020 mehr als 350 Aufträge. „Mit 67 Prozent liegt unsere Vergabequote sehr hoch, zumal Kunden zusätzlich unsere Systemlösung PS Spe(e)dLog nutzen können, um Transporte zu beauftragen.“ driviva ist auf dem besten Weg, auf eine vierstellige Zahl von registrierten Fahrern und Dienstleistern zu wachsen. Das motiviert weitere Mobilitätsanbieter, sich auf dem Marktplatz zu registrieren. PS-Team-Geschäftsführer Marco Reichwein: „Wir kombinieren unsere State-of-the-Art-Digitallösung mit einer Branchenkenntnis und -vernetzung, die reinen Technologieanbietern fehlt. Dank unseres Standings im Markt wenden sich nicht nur Bestandskunden an uns, um mit unserer Hilfe neue Services mit einer realis- tischen Kalkulation zu lancieren, sondern auch Automobilclubs, Remarketinghändler und weitere Akteure des mobilen Ökosystems.“ Kundenanforderungen agil umsetzen Anforderungen einzelner Kunden oder Marktsegmente setzen wir agil um, seien es zielgruppenspezifische Qualifikationen oder Anpassungen im Bieterverfahren. Björn Glaßmacher: „Eine nicht zu unterschätzende Komponente ist die Betrugsprävention. Unseriöse Interessenten oder welche mit unvollständigen, fragwürdigen Dokumenten können wir bereits beim Onboarding der Fahrer herausfiltern. Kombiniert mit unserem Qualitätsanspruch haben wir weitere Routinen hinterlegt, die es nahezu unmöglich machen, driviva als Plattform missbräuchlich zu nutzen. Das zeigt sich in einer sehr niedrigen Schadensquote.“ Schritt für Schritt differenziert sich das Fahrermanagement aus. Hohe Qualitätsstandards und formale Nachweise, aber auch Filtermöglichkeiten seitens der Auftraggeber bis hin zum Ausschluss einzelner Fahrer wegen nicht erwartungsgemäß erbrachter Leistungen tragen dazu bei, dass Unternehmen und Fahrer oder Transportdienstleister gut zueinander passen. Überführungsprotokolle und Beleguploads geben zusätzlich Sicherheit. „Manchmal staune ich, wie schnell und in welchen Bereichen sich driviva herumspricht“, sagt Björn Glaßmacher. „Für uns dient die digitale Lösung auch als Eingangstür in kleine, spezialisierte Märkte, die wir vertriebsseitig sonst eher nicht auf dem Schirm hätten.“ Insgesamt reicht das Spektrum von der individuellen Auftragsvergabe von Neu- und Gebrauchtwagen sowie anderen Handelsmodellen über die Transportvergaben klassischer Großflotten bis hin zu Start-ups mit Mobilitätsangeboten wie den eingangs erwähnten Auto-Abos. Marco Reichwein ist überzeugt, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist: „Wir sind mit driviva am Puls der Zeit. Services für neue Konzepte integrieren wir in unser Gesamtportfolio. So werden wir unserem Anspruch gerecht, die Mobilität von morgen gemeinsam mit unseren Kunden zu gestalten.“ Motivierte Fahrer und ein anpassungsfähiges Gesamtkonzept sorgen dafür, dass driviva die Lösung der Wahl für effiziente Vergabe von Fahrzeugtransporten ist. Björn Glaßmacher, International Manager Fleet Kontakt: +49 (0)6123 9999-500 b.glassmacher@ps-team.de

16 FOKUS MANUFACTURER Digitale Pflichtarbeit Muss man nicht selbst machen Mit dem CoC (Certificate of Conformity) weisen Hersteller nach, dass ein Fahrzeug über eine EU-Typengenehmigung verfügt. Seit 2011 plant das KBA, einen fahrzeugindividuellen technischen Datensatz in Form einer digitalen Übereinstimmungsbescheinigung für die Fahrzeugzulassung in Deutschland einzuführen. Von 2015 bis 2017 entwickelte es eine Anwendung, die es Fahrzeugherstellern ermöglicht, Datensätze an die Bundesbehörde zu übermitteln, und den Zulassungsstellen, diese abzurufen. Ein wesentlicher und zentraler Aspekt war es, den mit anderen EU-Mitgliedstaaten gemeinsam entwickelten fahrzeugindividuellen IVI(Initial Vehicle Information)-CoCDatensatz für die Fahrzeugzulassung in Deutschland zu nutzen und die beim KBA vorliegenden Datensätze auch anderen EU-Mitgliedstaaten zugänglich zu machen. Stand es den Fahrzeugherstellern anfangs frei, die Datensätze ans KBA weiterzugeben, sind sie mittlerweile dazu verpflichtet. Der Grund: Für die Online-Zulassung müssen die technischen Fahrzeugdaten digital abrufbar sein. Liefert der Hersteller die IVI-COC-Daten nicht ans KBA, kann das Fahrzeug nicht online zugelassen werden, wie dem Bürger während des Vorgangs per Fehlermeldung unmissverständlich klargemacht wird. Eric Wirtz, Director Manufacturer bei PS Team: „Auch wenn kaum jemand Der Weg zu belastbaren E-Government-Prozessen ist steinig (siehe Titelthema ab Seite 4) und mit vielen behördlichen Anforderungen verbunden, wie beispielsweise der Übermittlung der CoC(Certificate of Conformity)-Daten ans KBA. Diese belasten Fahrzeughersteller mit ressourcenintensiven IT-Projekten, die zusätzlich zum Tagesgeschäft und zu strategischen zukunftssichernden Projekten gestemmt werden müssen – ein typischer Fall für PS Team. Springen oder wegräumen lassen? Nicht um jede Hürde muss sich die hausinterne IT kümmern. So unterstützen wir Kunden etwa mit kundenindividuellen Verfahren bei der digitalen Lieferung der IVI-COC-Daten ans KBA.

17 FOKUS MANUFACTURER den E-Government-Prozess nutzt, dürfen Versäumnisse der Hersteller diesen nicht blockieren. Ein typisches Beispiel für Regulierungen, bei denen keine Freude aufkommt. Hier kommen wir ins Spiel, indem wir für unsere Kunden die digitale Pflichtarbeit übernehmen.“ Es scheitert an Entwicklungsressourcen Ein Teil der Hersteller setzte das Projekt „Lieferung IVICOC-Daten“ pflichtgemäß pünktlich um und liefert die Daten. Anderen Unternehmen ist es bislang nicht gelungen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. „Nicht selten hapert es an Entwicklungsressourcen. Naheliegenderweise sind diese in wettbewerbsrelevanten, effizienzsteigernden Projekten gebunden oder die IT-Fachkräfte haben mit der Pflege der herkömmlichen Systemlandschaft alle Hände voll zu tun“, so Eric Wirtz. Die Herausforderung besteht darin, die Daten aus teilweise unterschiedlichen Anwendungen und Quellen zusammenzutragen, in eine vom KBA vorgegebene Form zu bringen und an das zentrale Register zu übermitteln. Pro Fahrzeug muss ein Datensatz im XML-Format übermittelt werden. Dieser hat keinen festen Aufbau, sondern unterscheidet sich je nach Fahrzeug in seiner Ausprägung. Die Hersteller geben die Daten entweder manuell in ein digitales Formular ein oder übermitteln sie automatisiert per Webservice. Eric Wirtz: „Die automatisierte Übermittlung ist wesentlich effizienter, erfordert aber ITRessourcen.“ Zusätzlich hat das KBA nun die Anforderung ergänzt, das letztmögliche Datum der Erstzulassung in den Datensatz zu integrieren, sofern es für das betreffende Fahrzeug vorliegt. PS Team setzt Anforderungen individuell um Wenn wir diese regulatorische Anforderung für einen Kunden umsetzen, beginnen wir immer ganz von vorne: Jede IT-Landschaft ist ein Unikat, Prozesse und Workflows gehorchen internen Notwendigkeiten, die sich nicht an einemStandardmessen lassen. Daher nehmen wir in einem ersten Schritt die Gegebenheiten im Unternehmen auf: • In welchem Format liegen die Daten vor und aus welchen Quellen stammen sie? • Müssen Daten zusammengeführt werden? Und wenn ja, nach welchen Logiken? • Wie werden sie bereitgestellt? • Wie erfolgt die Aktualisierung von Typdaten? • Wie sieht der Prozess der Fehlermeldung aus? Anschließend leiten wir daraus Anforderungen ab und erstellen ein entsprechendes Angebot. Dann entwickeln wir die Software und starten den Prozess: Wir holen die Daten beim Kunden ab, führen sie zusammen, verarbeiten sie und erstellen den fahrzeugindividuellen IVI-COC-Datensatz. Diesen übermitteln wir ans KBA und informieren den Hersteller gegebenenfalls über Fehlermeldungen. Hinzu kommen regelmäßige Workshops zur Qualitätssicherung. Eric Wirtz: „Sobald wir uns des Prozesses einmal angenommen haben, müssen sich die Verantwortlichen beim Kunden damit nicht mehr belasten. Wir erfahren frühzeitig von veränderten Anforderungen des KBA und setzen diese bei Bedarf um. Auch wenn das Unternehmen selbst Datenstrukturen oder die Lieferung anpasst, gleichen wir das mit dem Gesamtprozess ab.“ Beispielhaft zeigt dieser Prozess, wie wir als Service Provider mit ausgewiesener Branchen- und IT-Kompetenz genau da in die Bresche springen, wo es unseren Kunden wehtut. Viele Hersteller wissen das und fragen uns, bevor sie anfangen, sich den Kopf über eine Detailfrage zu zerbrechen, die wir ressourcenschonend für sie regeln können. Früher oder später müssen EU-weit geltende Regularien im Unternehmen umgesetzt werden. Viele zielen auf eine Vereinheitlichung des Datenverkehrs ab.

18 Wenn virtuell der Hammer fällt Videokonferenzen boomen – auch in der Industrie Dank ihrer Sicherheits- und Dokumentationsfunktionen ist die Video-App PS LiveStream mehr als ein Werkzeug für Videokonferenzen. Aus der Not geborene Anwendungen während erschwerter Reise- und Kontaktbedingungen unter Corona könnten sich als Branchenstandards etablieren. Über ein Kuriosum der Corona-Krise berichteten sowohl die Daily Mail als auch die Times: Zu den Verlierern der durch Homeoffice geprägten Zeit zählen Papageien. Weil sie den Schnabel nicht halten, wenn Frauchen oder Herrchen im Homeoffice an einer Besprechung teilnehmen, landen sie vermehrt in Tierheimen oder werden einfach an die Luft gesetzt. So traurig das stimmt, es führt jedenfalls nicht zu wirtschaftlichem Schaden – anders als datenschutzrechtliche Mängel, die gegen den Einsatz weit verbreiteter Konferenztools sprechen. So ließ etwa die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk, im Juli dieses Jahres 17 Dienste prüfen und kam zu dem Schluss, dass keines der Tools für datenschutzkonforme Konferenzen geeignet ist.2 Zwischenzeitlich haben die Anbieter nachgearbeitet. Doch neben der Gefahr, dass personenbezogene Daten missbraucht werden können, wenn bei einer Videokonferenz Unbefugte mithören oder die aufgezeichneten Inhalte in die falschen Hände geraten, gilt es, weitere Sicherheitslücken zu schließen. Frank Schottenheim, Director Financial Institutions bei PS Team: „Im gewerblichen Bereich taugt eine Konferenzlösung nur dann etwas, wenn sich die Beteiligten darauf verlassen können, dass das, was sie sehen und was dokumentiert wird, der Wahrheit entspricht. Die Aufnahmen müssen fälschungssicher sein.Weil unsereVideo-AppPSLiveStream das leistet, setzen sie immer mehr Anwendergruppen in sensiblen Zusammenhängen ein.“ Sachwert-Investments Das Assetmanagement bei Anbietern von InvestmentProdukten prüft mit der Video-App Sachwerte aller Art – von Immobilien über Solarparks und Leitungsnetze bis zu Produktionsanlagen. Dazu lädt eine Person beim Objekt die Anwendung herunter und schaltet sich in eine Videokonferenz ein. Der Experte, der zu der Session eingeladen hat, kann sich von seinem Arbeitsplatz aus über das Objekt und seinen Zustand informieren und diesen mit Fotos, herangezoomten Ausschnitten und Videos dokumentieren. Da Aufnahmen inklusive ID der Teilnehmer, ihrer Enderäte, Zeitzonen und -stempel, Beginn und Ende der Aufzeichnung mit Zustandsänderungen sowie Geodaten gespeichert werden, verfügt die Bank über eine fälschungssichere Grundlage. Anhand der ermittelten Informationen lässt sich der Wert des Objekts FOKUS FINANCE 2 https://www.kommune21.de/meldung_34341_Horch+und+Guck.html (abgerufen am 24.11.2020)

19 exakt bestimmen. Es kann nach verschiedenen Kriterien wie zum Beispiel ESG (Environment, Social, Governance) bewertet und in Investmentprodukte integriert werden. Insolvenzverwaltung Zwar hat die Bunderegierung die Insolvenzantragspflicht bis Jahresende ausgesetzt, doch auch wenn wegen der Schonfrist noch trügerische Ruhe herrscht, zeichnet sich bereits ab, dass die einzelnen Fälle teurer werden. Lagen die voraussichtlichen Forderungen im ersten Halbjahr 2019 bei 10,2 Milliarden Euro, erhöhte sich die Summe im Vergleichszeitraum 2020 auf 16,7 Milliarden Euro. Die Insolvenzverwalter werden der sprunghaft steigenden Nachfrage kaum entsprechen können, da die Kapazitäten auf den geringen Bedarf des letzten Jahrzehnts ausgerichtet sind. Hinzu kommt, dass Corona ihren Aktionsradius einschränkt. Mit PS LiveStream erhöhen sie ihre Handlungsfähigkeit über Ländergrenzen hinweg. Sie können aus der Ferne prüfen, ob Maschinen, Anlagen und weitere Objekte tatsächlich existieren und in welchem Zustand sie sind. Sie kommen ihrer Beweissicherungspflicht nach und können es im Remarketing einsetzen. Indem sie PS LiveStream einsetzen, fallen Reisekosten weg und sie sparen viel Zeit. Da wir die SaaS-Lösung auch mit einer Flatrate anbieten, lässt sich der finanzielle Aufwand gut kalkulieren. Auktionen Auch ein Auktionshaus konnten wir bereits als Kunden gewinnen. Da mehr Assets wiederverwertet werden müssen, steigen auch hier die Volumina. Bei vielen Objekten, wie etwa Minibaggern, lohnt es sich für den Interessenten nicht, einen weiten Weg zurückzulegen. Bietet ihm der Auktionator allerdings die Möglichkeit, sich per Videokonferenz eingehend über die Baumaschine zu informieren, sieht die Sache anders aus. Auktionshäuser erweitern so mit sehr geringem Mitteleinsatz ihren Vertriebsradius. Da die Nachfrage nach gebrauchten Maschinen gerade in Ländern wie Rumänien hoch ist, schaffen sie sich neue Marktzugänge. Als kleiner Baustein zeigt PS LiveStream so, wie Digitalisierung die Folgen der Krise abfedern und den internationalen Handel fördern kann. Die Digitalisierung trägt dazu bei, Distanzen zu überwinden. Teures Equipment wie Server lassen sich so aus der Ferne begutachten. FOKUS FINANCE

20 Während Konsumentenkredite heute weitgehend in standardisierten Prozessen mit wenigen, überwiegend digitalisierten Schnittstellen bearbeitet werden können, ist das im Firmenkundengeschäft nicht der Fall: Der Wechsel zwischen analogen und digitalen Schnittstellen macht den Kunden und ihren Betreuern das Leben schwer. Individuelle und manuelle Prozesse verursachen lange Transport-, Liege- und Bearbeitungszeiten. Trotz der regulatorisch geforderten vollständigen Dokumentation bleiben die einzelnen Schritte und ihr Zusammenspiel vielfach im Dunklen und Kostensenkungspotenziale damit unentdeckt. Vor allem im mobilen Vertrieb, der das Geschäft mit mittelständischen und großen Firmenkunden prägt, verSPEKTRUM EUROPA Kostensenkung im Vertrieb Vertragsunterzeichnung mit Video-App In einem Pilotprojekt testen wir derzeit, wie mit der Video-App PS LiveStream Vertragsunterzeichnungen dokumentiert werden können. Die Sicherheitsfunktionen der Anwendung ermöglichen einen Identitätsnachweis ohne persönliches Treffen – ein deutlicher Faktor zur Kostensenkung im Vertrieb. sprechen die Digitalisierung und die Kooperation mit Technologieanbietern hohe Einsparungen. Beginnend mit der Akquise zeigen sich Optimierungspotenziale über den gesamten Kundenlebenszyklus. Schon heute tauschen Banken und ihre Geschäftskunden ihre Dokumente primär elektronisch aus, doch genügt der Scan eines Ausweisdokuments selbstverständlich nicht, um die Identität eines Geschäftspartners zweifelsfrei festzustellen. Lange Wege für eine Unterschrift Bisher verursachte die Vertragsunterschrift im Beisein des Vertriebsmitarbeiters unverhältnismäßig hohe Kosten. Lediglich um die Identität des Kunden zu bezeugen, mussten Vertreter der Bank lange Wege zurücklegen und verloren wertvolle Arbeitszeit. In einem Pilotprojekt mit

21 SPEKTRUM EUROPA einem Kunden in Italien testeten wir erfolgreich, den Identitätsnachweis mit der Video-App PS LiveStream sicher zu dokumentieren. Die Leasinggesellschaft plant, ihren Vertriebsmitarbeitern die Anwendung im kommenden Jahr zur Verfügung zu stellen. Die weitreichenden Sicherheitsfeatures prädestinieren PS LiveStream für die fälschungssichere Dokumentation einer Vertragsunterzeichnung, mit der Unternehmen mit großem Vertriebsgebiet ihre Kosten signifikant senken können. Nachdem der Kunde die Anwendung auf seinem Smartphone installiert hat, weist er sich in einer Videokon- ferenz mit einem gültigen Dokument aus und unterzeichnet danach den Vertrag. Der Mitarbeiter der Leasinggesellschaft verfolgt den gesamten Vorgang von seinem Arbeitsplatz aus. Clotilde Marianeschi, International Sales Manager bei PS Team: „Der kritische Moment des Vertragsabschlusses geht mit einem hohen Betrugsrisiko einher. PS LiveStream beugt vor, indem der Vorgang des Identitätsnachweises vollständig abgebildet und kleinteilig dokumentiert wird.“ Das Protokoll enthält die ID des Teilnehmers und dokumentiert sein Gerät, die Zeitzone, Zeitstempel, Beginn und Ende der Aufzeichnung inklusive Zustandsänderungen sowie Geodaten. Geringere Kosten – höhere Produktivität Auf diese Weise kann der Vertragsabschluss digitalisiert werden, ohne ein höheres Betrugsrisiko in Kauf zu nehmen. Die Kosten dieses Arbeitsschritts lassen sich dadurch erheblich reduzieren. Durch die Zeiteinsparung steigt die Produktivität des Vertriebs. PS-Team-Geschäftsführer Marco Reichwein: „Die Finanz- branche steht unter einem enormen Kostendruck. Mit diesem Einsatz unserer Video-App versetzen wir Banken und Leasinggesellschaften in die Lage, Vertriebsprozesse signifikant zu verschlanken. Immer wenn es darum geht, sicherheitsrelevante Vorgänge belastbar zu dokumentieren, kommt PS LiveStream ins Spiel. Das Spektrum der Möglichkeiten ist noch lange nicht ausgeschöpft.“ 1. Vertragsunterzeichnung planen Der Vertriebsmitarbeiter der Bank ver- einbart einen Termin mit dem Kunden und lädt ihn per E-Mail ein. 2. App herunterladen Über einen Link in der Einladung lädt der Kunde die App PS LiveStream auf sein Smartphone. 3. Vertrag in der Websession unterschreiben In einer Websession weist sich der Kunde aus und unterschreibt den Vertrag. Der Bankmitarbeiter verfolgt den gesamten Vorgang am Bildschirm. 4. Vertragsunterzeichnung dokumentieren Die Vertragsunterzeichnung inklusive Identitätsnachweis wird per Video dokumentiert. Auch Fotos von Einzel- sequenzen lassen sich abrufen. 5. Aufnahmen und revisionssicheren Bericht herunterladen Alle Beteiligten können sämtliche Auf- nahmen sowie einen detaillierten Bericht der Vertragsunterzeichnung herunter- laden. Anhand des Berichts lässt sich der gesamte Verlauf nachvollziehen. PS LiveStream – die App für den sicheren Identitätsnachweis

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